Wie Unfallchirurgie und Geriatrie Patienten wieder auf die Beine helfen

 

Patienten-Akademie Alfeld informiert über Alterstraumatologie



 

Einen hohen Fitnessgrad im Seniorenalter wünscht sich jeder. In der Realität müssen sich Menschen, wenn sie älter werden, auch mit der einen oder anderen Einschränkung abfinden. Die Beine sind nicht mehr ganz so flink, der Bewegungsapparat wird schwerfälliger, die Sehkraft lässt nach und auch sonstige körperliche Beschwerden treten ab und zu auf oder sind bereits chronisch. „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ hat Joachim Fuchsberger einmal gesagt. Aber älter werden kann man auch beeinflussen und somit zumindest etwas gestalten. Zum Beispiel bei der Verhinderung von Unfällen. 

 

Die Patienten-Akademie Alfeld widmet sich in ihrer Juni-Veranstaltung dem Thema „Alterstraumatologie“. Darunter fällt alles, was mit dem Alter und Unfällen in Verbindung steht. Der medizinische Fachbegriff beschreibt die Behandlung von Verletzungen und Wunden im Alter und stellt einen Teilbereich der Unfallchirurgie dar. Eng verknüpft ist dieser Bereich mit der Geriatrie, die zur Inneren Medizin gehört. Deshalb informieren die Chefärztin der Klinik für Geriatrie am AMEOS Klinikum Alfeld, Birgit Behrens, und der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Dr. Markus Fürtauer, am Mittwoch, 12. Juni, 18 Uhr, auch gemeinsam zu diesem Thema.

 

Im ersten Teil des Vortrages wird Dr. Fürtauer den Begriff Alterstraumatologie erläutern und die mit der Altersentwicklung verbundenen Probleme in der Unfallchirurgie beleuchten. „Typische Verletzungsformen im Alter sind Brüche des Handgelenkes, des Sprunggelenkes, des Oberarmkopfes oder des Beckens sowie Schenkelhalsbrüche“, zählt Dr. Fürtauer Frakturen auf, die meist mit Stürzen verbunden sind. Operationsverfahren mit Implantaten, die speziell für alte Menschen konzipiert wurden, werden ein Schwerpunkt des Vortragsabends sein.

 

Herausforderungen in der Behandlung sind die oft vorhandenen internistischen Begleiterkrankungen, speziell wenn blutverdünnende Medikamente eingenommen werden. Älterer Patienten brauchen im klinischen Alltag eine spezielle Betreuung, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Experten trägt dem Rechnung. Chefärztin Birgit Behrens wird die Betreuung nach den operativen Eingriffen vorstellen. „Delirprophylaxe und Osteoporoseprophylaxe sind wichtige Aspekte“, so Birgit Behrens. Die Knochendichteveränderungen älterer Menschen werden an diesem Abend speziell zur Sprache kommen.

 

Ältere Menschen haben einen steigende Lebenserwartung, sind länger mobil, und haben deshalb auch ein höheres Risiko, sich Verletzungen des Muskel- und Skelettsystems zuzuziehen. Die Internistin wird Tipps geben, wie Stürze vermieden werden können und erläutern, welche Maßnahmen in einem Krankenhaus bei der Mobilisierung von älteren Patienten geleistet werden können. Teil des vom Förderverein und dem AMEOS Klinikum Alfeld organisierten Vortragsabends wird eine abschließende Runde mit Fragen und Antworten sein.

 

Informationen:

Patienten-Akademie Alfeld, Mittwoch, 12. Juni, 18 Uhr.

Chefärztin Birgit Behrens und Chefarzt Dr. Markus Fürtauer informieren über „Alterstraumatologie – Wie Unfallchirurgie und Geriatrie Patienten wieder auf die Beine helfen“. Der Eintritt ist frei.

Landrat-Beushausen-Straße 26, 31061 Alfeld

 

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